MPU-Kosten: Was die medizinisch-psychologische Untersuchung kostet

Wie hoch die MPU-Kosten tatsächlich ausfallen, ist in erster Linie vom zugrunde liegenden Verstoß abhängig, den ein Teilnehmer begangen hat. Wem der Führerschein z. B. wegen Alkohol oder Drogen entzogen wurde, der muss mit höheren MPU-Kosten rechnen, als jemand der die MPU wegen einem zu hohen Punktekonto in Flensburg absolvieren muss. Bei Straftaten in Kombination mit Alkohol/Drogen fallen wiederum andere Kosten für die medizinisch-psychologische Untersuchung an. Jedoch sollten die reinen Kosten einer MPU nicht als einziger Kostenfaktor gesehen werden, denn durch Abstinenznachweise, Screenings und einer notwendigen Beratung entstehen dem Verkehrssünder weitere erhebliche Kosten für die MPU.

Wie hoch sind die MPU-Kosten?

Waren die MPU-Kosten bis zum Juli 2018 noch bundesweit einheitlich geregelt und aus der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt) zu entnehmen, können die Preise seit 01.08.2018 von den Begutachtungsstellen selbst bestimmt werden. Wie hoch die Kosten für die MPU ausfallen, ist jedoch weiterhin abhängig vom Aufwand, der durch die Fragestellung der Begutachtungsstelle bzw. dem Vergehen hervorgerufen wird. Demzufolge ist eine MPU wegen eines vollen Punktekontos weniger aufwändiger und günstiger, als wenn ein Gutachten im Falle von Alkohol- und Drogendelikte durchgeführt werden muss. Außerdem ist es ratsam die Preise verschiedener MPU-Prüfstellen miteinander zu vergleichen, und die für sich bestmögliche Wahl zu treffen. Für Betroffene kostet die MPU im Schnitt ca. 500 Euro.

Folgende Gebühren für ein MPU-Gutachten dienen der Orientierung und können je nach Begutachtungsstelle für Fahreignung abweichen:

FRAGESTELLUNG / VERGEHEN
GRUNDGEBÜHR / PREISE Ø

Punkte & Straftaten

347,48 Euro

Alkohol

402,22 Euro

Drogen

554,54 Euro

Alkohol & Punkte/Straftaten

575,96 Euro

Drogen & Punkte/Straftaten

728,28 Euro

Drogen & Alkohol

755,65 Euro

Alkohol, Drogen & Punkte/Straftaten

929,39 Euro

Zu den reinen MPU-Grundgebühren müssen noch weitere Kosten für die Beratung bzw. der MPU-Vorbereitung hinzugerechnet werden, welche je nach Umfang und Intensität bis zu 1.200 Euro beträgt. Die Vorbereitung auf die MPU wird ausdrücklich empfohlen und sollte so früh wie möglich in Angriff genommen werden. So können sich die MPU-Kosten schnell mal auf bis zu 1.800 Euro oder mehr summieren. Wer die medizinisch-psychologische Untersuchung nicht beim ersten Mal besteht, muss beim zweiten Versuch die vollen Kosten erneut aufbringen.

MPU-Kosten für Beratung

Bei Einzelsitzungen sind im Durchschnitt etwa zehn Beratungsstunden für die Vorbereitung auf die MPU vonnöten. Die Kosten für ein Einzelgespräch pro Sitzung reichen hier von 80 Euro bis 120 Euro die Stunde. Gruppenberatungen mit mehreren Teilnehmern kosten hingegen 50 Euro bis 100 Euro und je nach Bedarf sind 15 bis 20 Stunden erforderlich, damit eine gute Vorbereitung auf die MPU gewährleistet ist.

MPU-Kosten für Vorbereitungskurse

MPU-Vorbereitungskurse sind meist Einzel- oder Gruppenseminare, die üblicherweise an einem Tag über mehrere Stunden abgehalten werden. Je nach Umfang und Kursteilnehmer belaufen sich die Kosten zwischen 150 Euro und 500 Euro. Auch gibt es MPU-Vorbereitungskurse, die sich über einen längeren Zeitraum von vier bis zehn Wochen erstrecken. Während dieser Zeitspanne finden die Seminare üblicherweise einmal in der Woche statt. Insgesamt können solche Kurse bis zu 40 Stunden in Anspruch nehmen und kosten, je nach Anbieter und Leistungsumfang, zwischen 600 Euro bis 2.000 Euro.

Kosten für Drogenscreening und Abstinenznachweis

Rund 50 Prozent aller MPU-Teilnehmer müssen ihren Führerschein wegen Alkohol oder Drogen abgeben. Ist dies der Fall, muss ein so genannter Abstinenznachweis erbracht werden. Dafür müssen Betroffene zur Prüfung ihrer Abstinenz in Bezug auf Drogen- oder Alkoholkonsum Blut-, Urintests oder Haaranalysen abgeben. Für gewöhnlich muss der Urintest in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden: Entweder viermal in sechs Monaten oder sechsmal in einem Jahr. Die Kosten für das Drogescreening reichen von 50 Euro bis 150 Euro. Eine Haaranalyse kann nur dann durchgeführt werden, wenn die Haare weder gefärbt noch gebleicht sind. Die Kosten für den Abstinenznachweis liegen hier zwischen 100 Euro und 350 Euro.

Wie kann man Kosten für die MPU sparen?

Angesichts einer hohen Durchfallquote von fast 40 Prozent, sollte bei der Vorbereitung auf die MPU nicht gespart werden. Neben den festgelegten Grundgebühren, die für eine MPU aufkommen, kann man dennoch einiges an Geld einsparen, indem man Prüfstellen und vor allem MPU-Dienstleister vergleicht. Denn die Angebote für Vorbereitungskurse und Seminare variieren je nach Umfang und Intensität stark von Anbieter zu Anbieter, da diese unterschiedlich hohe Preise veranschlagen. Auch kann es hilfreich sein, bei einem Verkehrspsychologen im Erstgespräch dringende Fragen bereits im Vorfeld abzuklären: wie z. B. die Notwendigkeit von Abstinenzen. Ein Erstgespräch bei einem MPU-Berater ist für gewöhnlich kostenfrei.

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